Ich habe in meinem Leben viele Filme und Serien über ein veraltetes Rollenbild gesehen. Heute Abend nötigte mich mein Mann dazu, den Film Yentl (Der überraschend gut ist) zu schauen. Das ist so ein komischer Film mit der Schwulenmutti Rhabarber Streusand (Barbara Streisand). Um den Film soll es in diesem Artikel nicht gehen. Eher um die Gemeinsamkeiten zu Filmen wie z.B. die Pästin (und oh fuck, wie sehr ich diesen Film liebe). Zeitgleich muss ich an die Wahlprogramme einiger Parteien denken *hust* FCKAFD *hust* FCKNPD *hust*.
In den Filmen und auch in den entsprechenden Wahlprogrammen wird deutlich gemacht, dass Frauen einen festen Platz im Leben zu haben scheinen. Das Bett, der Herd und auf dem Markt, um Ware feilzubieten. Das Rollenbild soll wieder in den Anfang des 20. Jahrhundert zurückgesetzt werden. Und ich finde dies bedauerlich.

Wenn man sich auf den sozialen Netzwerken umschaut, ist eine Sache noch bedauerlicher. Dass in unserem so offenen Land dieses Rollenbild von so vielen Menschen unterstützt wird.
Auch bei augenscheinlichen Nichtwählern kommt dieses Bild häufig in diversen Äußerungen zum Tragen. Und es kotzt mich an. Gut, ich bin jetzt auch kein typischer Mann. Nach altem Rollenbild jedenfalls nicht, aber ich nehme mir dennoch das Recht, mich über diese Einstellung auszukotzen.

Immer wieder liest man in den Medien davon, dass Frauen unterdrückt werden. Und ich rede nicht von einer etwaigen gesellschaftlichen Unterdrückung, dazu hab ich ja bei #AUFSCHREI meinen Senf abgegeben. Ich rede von der Unterdrückung in den vielen Wohnungen und Häusern unserer Welt. Jedoch beschränke ich mich auf die Unterdrückung in unserem Lande.
Es kann doch nicht sein, dass wir im 21. Jahrhundert noch darüber diskutieren, wie das Rollenbild auszusehen hat. Sollten wir nicht inzwischen so weit sein, dass wir festgestellt haben, dass wir alle das gleiche können, sehen, fühlen? Mich beschleicht der Eindruck, dass manche Familien irgendwo Ende des 19. oder Anfang 20. Jahrhundert in der Erziehung stehen geblieben sind.

Es widert mich an, wenn Menschen (insbesondere Männer) äußern, dass Frauen weniger Wert seien als Männer. Dass sie weniger können und weniger Rechte haben sollten. Ja ich möchte Kotzen, wenn ich solche Aussagen lese oder höre. Warum gehen wir nicht gleich zurück in die Steinzeit. Ach halt. Die Männer haben es doch gar nicht mehr drauf, einem Tier hinterherzujagen. Sie würden nach zwanzig Metern bereits nach einem Sauerstoffzelt schreien.
Ich möchte endlich in einem Land leben, in dem alle Geschlechter, Sexualitäten und jede Herkunft respektiert werden. Wo jeder Mensch sein Leben so gestalten kann, wie er es möchte. Wer sich gerne unter den Scheffel stellen möchte, solle dies tun. Aber jeder sollte die Möglichkeiten haben, wählen zu dürfen.

Ja das schließt leider auch die oben genannten Parteien ein. Natürlich sollen sie existieren. Aber nicht unter dem Aspekt, dass sie die Unterdrückung von anderen Menschen fordern. Wir lassen uns genug von dem allgemeinen Gesellschaftsbild unterdrücken. Da müssen wir nicht noch weiter an dem Rollenbild herumschrauben.

Dem erzwungenen Rollenbild entkommen

Und hier noch eine wichtige Ansage: Vielen Frauen ist es nicht möglich, sich aus diesem Rollenbild zu befreien, und leiden sogar unter häuslicher Gewalt. Wenn ihr solche Frauen kennt, gebt ihnen die Internetadresse http://www.hilfetelefon.de/ oder die Rufnummer 0800 0 116 016. Dort sitzen Menschen, die euch helfen können eurem Problem zu entkommen.

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