Für was nutzen wir eigentlich ‚Pray‘?

Pray for Paris… for brussels… for Ecuador…. for munich… und es wird nicht besser. Wir beten für alle Länder über welche die Medien Berichten aufgrund von Amokläufen oder Terroranschlägen. Wir beten für die Leute, die Ihre Leben verloren haben oder für Jene, die sich um ihre Liebsten sorgen.

Es wird dafür gebetet, dass diese schlimmen Dinge aufhören. Keine Terroranschläge mehr. Keine Amokläufe. Die Menschen wollen das nicht. Im Gegenteil: es wird sich Frieden gewünscht. Daher wird das Wort ‚Pray‘ schon fast abgenutzt. Wie die alten Prediger es taten. „Betet zu Gott und ihr werdet erhört werden.“ Die Menschheit glaubt daran dass es Trost spendet und den betroffenen hilft, ihren Verlust zu betrauern. Es zeugt von Menschlichkeit… nicht.

Pray hilft nicht. Nur handeln!

Sei’s drum. Wir alle wissen, dass beten momentan das ist, was am wenigsten hilft. Was nicht in unserer eigenen Stadt ist, betrifft uns einfach mal nicht direkt. Wir sehen den Handlungsbedarf bei anderen. Bei den Politikern. Den in den anderen Städten lebenden Menschen.

Nicht bei uns.

In letzter Zeit lese ich oft, unter den Kommentaren von entsprechenden Beiträgen, Dinge wie ‚Scheiß Einwanderungspolitik‘ oder ‚Raus mit den Flüchtlingen‘. Die Medien wollen, dass wir genau das sagen. Warum? Es lenkt von den Missständen des eigenen Ortes ab.
Keiner sieht mehr, dass in der Tankstelle 3 Wohnblöcke weiter ein bewaffneter Raubüberfall von einem durchgeführt wurde, der einfach keine andere Lösung sah, um sich seine Gläubiger vom Leib zu halten.
Keiner berichtet von der armen alten Frau die, aufgrund der schnellen Zeit, versehentlich die Treppe runter geschubst wurde, sich ein Bein brach und ihr Leben noch weiter erschwert wurde. nur weil wir so mit uns selbst beschäftigt sind und unsere Umgebung nicht mehr wahrnehmen.
Niemand berichtet mehr über hungernde Kinder in unserem Land deren Eltern einfach unfähig sind für sie zu sorgen. Oder wo unsere Ämter einfach nicht aufmerksam genug sind.

Aufgrund der Zustände in dieser Welt, werden wir überflutet von Todesmeldungen, Amokläufe und andere Katastrophen in anderen Ländern, sodass wir unsere eigenen Katastrophen nicht mehr wahrnehmen.

Es liegt nicht immer an der Politik

Ich kann es langsam nicht mehr Lesen, dass z.B. Angela Merkel Schuld an allem ist. Kehrt man zur Wurzel zurück, ist unser Land selbst schuld. Wir wählen jene, die für uns Entscheidungen treffen. Und sind wir doch einmal Ehrlich: das einzige was uns vor Zuwanderung schützt, wäre eine 10 Meter hohe Mauer um unser Land. Wer aus Angst einreisen will, der findet einen Weg sich einzuschleusen. Und eine Mauer will ich…. wollen wir nicht.
Unser Land sollte so vielfältig bleiben wie es ist und eine Mauer würde diese Vielfältigkeit einfach nur ruinieren. Es wäre ein Rückschritt in den WWII.

Die Politiker kommen oft gar nicht mit den Ansturm zurecht. So etwas kommt nicht immer schleichend. Sondern plötzlich. Und oft ist es ein Strom der nicht zu enden scheint, weil es in anderen Ländern einfach noch größere Missstände gibt. Aber für diese Länder benutzen wir kein ‚pray for…‘.
Nur wenige beten für Afrika, wo jeden Tag unzählige Menschen sterben wegen Nahrungsmangel, Krankheiten oder schlimmeres. Selten betet jemand für die sich prostituierenden Kinder in anderen Länder die es tun, um zu überleben. Ihnen sollte unsere Anteilnahme auch gebühren. Aber die Medien berichten davon nicht (mehr) in dem Ausmaße, wie es nötig ist. Nur durch Spendenorganisationen werden wir darauf Aufmerksam gemacht.

Und das ist das, wofür wir beten sollten.

Ein wenig Philosophie: Pray for…

In letzter Zeit kursiert ein Bild auf Facebook, welches ungefähr wie folgt ist:

„Jeden Abend nehme ich meinen Globus in die Hand, streichle und frage ihn: ‚Wo tut es weh meine Liebe?‘
‚Überall“ flüstert er. ‚Überall'“

Ich kenne den Urheber dieses Bildes nicht aber er soll wissen, dass ich ihm dankbar für dieses Bild bin. Neben den gestrigen Anschlag auf München, war dieses Bild meine Inspiration für diesen Eintrag.

Von außen sieht unsere Welt bestimmt noch schön aus. Blaues Meer und grüne Flächen. Doch unsere Welt zerbricht. Langsam. Sie beginnt, wie eine Kugel aus Glas welche auf den Boden fällt, zu splittern. Wir führen sinnlose Kriege und jeden Tag sterben unzählige Menschen.
Jeden Tag verlieren Familien ihre Mütter, Väter und Kinder. Die Menschheit verliert ihre Hoffnung, dass alles wieder gut wird.
Ich möchte keinen der vergangenen Anschläge verharmlosen. Jeder ist auf seine Art schrecklich gewesen.

Ein Anschlag ist kein Vergleich zu dem Was in der ganzen Welt jeden Tag passiert. Und noch schlimmer ist, was wir dagegen tun. Nichts. Und ich nehme mich dabei nicht aus. Vermutlich schreibe ich diesen Beitrag, um mich in irgendeiner Form besser zu fühlen. Vielleicht aber auch um meine innere Traurigkeit über unsere Welt nach außen zu tragen. Oder auch aus Angst, dass uns bald viel schlimmeres Erwartet und in der Hoffnung, dass dieser Text auch nur ein wenig davon abwenden könnte.

Wir können sie retten

Um die Welt heilen zu können, muss jeder Mensch seine eigenen Bedürfnisse zurückstellen und Jeder Mensch muss daran mitarbeiten, dass es besser wird.
Kriege, politische Auseinandersetzungen und Gewalt sind keine guten Lösungsansätze. Im Gegenteil: sie sorgen dafür, dass die Welt noch mehr leidet. Und ich meine damit nicht zwangsweise unseren Planeten. Ich meine die Menschen in der Gesamtheit. Die „glücklich“ lebenden, die verfolgten, die Armen, die Reichen. Ich meine jeden einzelnen, noch so kleinen, Menschen auf unserer schönen Erde.
Und wenn diese Probleme so gut wie möglich gelöst sind, sollte man sich um unsere Heimat sorgen: der blaue Planet.

In diesem Sinne: betet nicht für eine Stadt oder ein Land. Auch nicht für einen Menschen. Wir sollten alle gemeinsam für eine Sache beten:

Pray for the world

Bildquelle (Ohne Text): pixabay.com

Bildquelle (Ohne Text): pixabay.com

4 thoughts on “Pray for….. the world … and for us

  1. Du hast mir einfach aus der Seele hinaus geschrieben. So schön zusammengefasst und die realität erkannt. Nur verblödet die Menschheit immer mehr und mehr, mal schauen wo es noch hinführt.. Danke dir nochmals für diesen blogg. Du hast einen neuen Fan gewonnen :)

    • Hallo Melissa,

      es freut mich wirklich sehr, dass Dir mein Blog gefallen hat. Ich versuche auch momentan mehr an der Qualität zu arbeiten als an vielen Einträgen. Es ist schön zu sehen, dass es Menschen anspricht :)

      Vielen Dank.

  2. Das Wort „Pray“ ist aktuell ausgenudelt, Sinnesbolognese passt da ausgesprochen gut dazu. Lass mich Parmesan dazu geben und sagen: Die Leute beten definitiv noch. Aber die meisten tun das nicht in der Öffentlichkeit. Auch ich nicht. Und ich bete für vieles. Manches Mal zünden meine Tochter und ich ein Kerzchen an, für alle die wir lieb haben. Wir haben natürlich in unserer Familie Tote. Aber die Lebenden brauchen doch auch jemanden, der für sie betet. Und beten muss gar nichts Traugiges sein Die Leute sind von den Fingen um uns herum schockiert, ängstigen sich. Ja, vieles wird besonders aufbereitet in den Medien serviert und passend platziert, meiner Meinung nach such manipulativ. Die Welt ist abet besser und stärker, als wir denken. Das weiß ich abends, wenn ich mein schlafendes Baby sehe. Menschen, die zusammen lachen, höre. Man muss die Augen aus der Presse nehmen und die Welt wieder fühlen. Liebste Grüße

  3. Hallo Liebe Kommentatorin, auch ich bedanke mich für einen guten und sehr emotionalen Kommentar. Die Gefühle die Du ansprichst und die Wünsche nach einer grundlegend geänderten und friedlichen Welt teile ich mit Dir und vielen Anderen. Was Du relativ gut beschreibst ist der gesellschaftliche Zielzustand, den sich sehr viele gleichermaßen wünschen und diesen natürlich auch für alle Menschen und überall auf dem Planeten. Zu kurz greift Dein Kommentar jedoch bei der Analyse jener Frage, warum und wiso solche globalen Zustände wie die, die wir momentan erleben,überhaupt entstehen können. Und der Grund dafür ist der, dass es außer den vielen Menschen, die genau so denken wie Du auch jene gibt, die die welt in gebau gegensätzlicher Richtung weiterentwickeln wollen. Jene die sich schwerste Kriesen herbeisehnen und die gesellschaftlichen Weichen so stellen, dass diese Krisenherde immer und immer wieder entstehen und aufflammen, bis es zum Schluss mit einem neuen Weltkrieg richtig kracht. Und mit Verlaub liebe unbekannte Kommentatorin , die illegale Masseneinwanderung nach Deutschland ist eine Weichenstellung der Mächtigen, die eine solche Krise herbeiführen soll, und die Betonung liegt hierbei auf (SOLL) , Deutschland soll in einem Bürger- und Glaubenskrieg versinken und dadie Einheimischen Menschen viel zu gesittet und friedlich leben, deswegen muss entsprechendes Konfliktpotential in großer Masse importiert werden. Der unversöhnliche Hass zwischen den Moslems und den Christen besteht seit weit mehr als 1000 Jahren. Und dieser Konflikt ist ein ungelöster Konflikt. Wenn man in eine Situation mal reingeraten ist, bei der sich 2 geprügelt haben war die beste Methode die Prügelei zu beenden, in dem man die Streithähne voneinander getrennt hat und nachdem die Emotionen runtergefahren waren, sind diese sich dann aus dem Weg gegangen. Hierzulande macht man dad genaue Gegenteil, und das Schlimme ist, dassdas Bewusst so gemacht wird um die Emotionen und das Konfliktpotential hochzufahren. Das das zuguterletzt nicht gutgehen kann, dürfte auch Dir einleuchten. Es ist also Wichtig die Verursacher und fie wahren Ursachen zu analysieren und auf diese Verursacher mitdem Finger zu zeigen. Je öfter das passiert desto besser ist es, schon auch deswegen, weil es ein klarer Beweis dafür ist, dass immer mehr Menschen ihre Peiniger erkennen und mitkriegen wer der eigentliche Feind ist, gegen den es zu kämpfen gilt. Und in Punko auf diesen notwendigen Kampf hin gesehen greift Dein Kommentar eindeutig noch zu kurz. Du vermeidest es azf die wahren Destabilisierer mit dem Finger zu zeigen und gibst uns allen Schuld für die Destabilisierung der Welt. Wir sind aber nicht alle Schuld, sondern nur eine ganz bestimmte Clientel, die im Allgemeinen mit den Eliten oder den Mächtigen, bezeichnrt wird. Und in dieser Hinsicht ist es wichtig diese Verursacher des Chaos immer und immer wieder zu nennen und ihre Gewalttaten gegen die Menschen und hier sind dann tatsächlich alle den Planeten bewohnenden Menschen gemeint, öffentlich anzuklagen, zu ächten und heraus zu kristallisieren !!!

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