Nanu. Warum so schick?

Nanu. Warum so schick?

Ein schelm wer böses bei dem Titel denkt.
Es geht natürlich nicht um Sex. Es geht um etwas, was ich in meinem Leben bisher noch nie privat gemacht habe. Um das verreisen.
Noch nie in meinem Leben bin ich so überrascht worden, wie am 17.02.2013. Morgens als ich aufgestanden bin (Es war halb 5. An einem Sonntag…. HALB 5!), lagen vor mir Anziehsachen der Sparte: Schick-Legére.
Ich wusste ja, dass an diesem Tage was passiert und dass dies nicht in Berlin stattfinden wird. Aber das was kam, war für mich eine Richtige Überwindung. Aber dazu später mehr.

Ich stand also auf und ging ins Bad um mich schick zu machen.
Als ich wieder aus dem Bad kam, musste (scheinbar) alles schnell gehen. Schuhe an. Jacke an und ab in das Auto.

Da ich meine Umgebung schon sehr genau im Auge behalte, wurde mir ziemlich schnell klar, wohin die Autofahr mich führen wird. Immer häufiger tauchten Straßenschilder auf, die auf den Flughafen Berlin-Schönefeld hingewiesen haben (Nein. der BER ist immernoch nicht fertig.).

Dort angekommen, verabschiedeten wir uns von unserem besten Freund und machten uns auf den Weg in das Terminal. Vorher fragte ich meinen Mann in spe ob ich Auslandsinternet bräuchte. Er bejahte dies und ich rief erstmal meinen Anbieter an um für 5 € ein Tagespass für EU-Länder zu erhalten. Gesagt, getan und wir gingen an das Gate und kurze Zeit später stand ich vor einer Maschiene in die ich einsteigen sollte. Da ich noch nie geflogen bin, hatte ich natürlich Bammel.

Steig ich da jetzt wirklich ein?

Steig ich da jetzt wirklich ein?

Und ich bin eingestiegen und wartete nervös auf den Start, der dann auch nicht lange auf sich warten ließ. Aufregend war das in jedem Falle.
Und es war einfach nur toll.
Als wir wenige Minuten später über den Wolken gewesen sind, kamen mir die Tränen. So etwas schönes wir das Wolkenmeer, habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen.
Diese leichten Berge und Täler, die von den Wolken gebildet wurden, luden zum Träumen ein. Es war ein Erlebnis für mich, diesen Ablick genießen zu dürfen.
Der Flug an sich war unspektakulär. Vielleicht auch nur, weil ich die meiste Zeit aus dem Fenster geschaut habe. Der Anblick war einfach umwerfend.
Einen Kaffe später sind wir bereits in Orly gelandet. Frankreich. In Paris.
Mein zukünftiger hat sein Versprechen, welches er mir bei meinem Einzug in die WG wo er wohnte gab, in die Stadt der Liebe zu Fliegen gehalten.
Uns erwartete ein moderner Flughafen mit direkter Metro-Anbindung nach Paris.
Nachdem wir Metro-Tagestickets für 44 Euro gekauft hatten, stiegen wir auch schon in eine ein und fuhren durch bis St. Michel Notre-Dame.
als wir aus dem Bahnhof gestiegen sind und dieses Gebäude sahen, stockte mir der Atem.
Es war ein Traum von mir vor diesem Gebäude zu stehen.

Notre-Dame

Notre-Dame

Dieses für mich monumentale Gebäude ist beeindruckender als ich erwartet habe. Und wie man auf dem Bild erkennt hatten wir ein Wetter, wo uns unsere bekannten drum beneidet hatten. Als würde uns Paris begrüßen.
Nachdem ich mich v0n Notre-Dame losreißen konnte, haben wir versucht zu planen, wo wir hingehen und von mir aus hätten wir überall hingehen können.
Begleitet von dem guten Wetter sind wir erst einmal einfach nur durch die Gegend gelaufen.
Dabei sind mir die vielen, und vor allem sehenswerten, Gebäude aufgefallen, die sehr einer Altstadt gleichen. Ich habe an dem Tag versucht so viel zu fotografieren für euch und für mich wie möglich.
Wie haben einen sehr leckeren Hot-Dog gegessen und einen weniger leckeren Kakao getrunken und anschließend diverse Souveniershops durchstöbert.
Anschließend haben wir die Metro nach Champ de Mars Tour Eiffel zu fahren.
Dem Eiffelturm. Ein beeidnruckendes Konstrukt welches ohne viel Schnickschnack eine ungeheure Faszination auf seine Besucher Auswirkt.

Der Eiffelturm

Der Eiffelturm

Es war unbeschreiblich: das Wetter war wundervoll. Der Weg von der Metro an der Seine entlang zum Eiffelturm war voll von wunderschönen Motiven. Voll von Liebe und Romantik.
Es tat verdammt gut mit dem Menschen, den ich über alles Liebe diesen Weg förmlich entlang zu schreiten.
Nach vielen eindrucksvollen Bildern und Eindrücken gingen wir zu einem Gebäude von dem wir dachten es sei ein Denkmal. Es entpuppte sich als ein sehr schönes Theater.

Anschließend, und das wollte ich unbedingt, fuhren wir zu der Station Louvre-Rivoli.
Natürlich hatten wir keine Zeit um in dieses weltberühmte Museum zu gehen, aber das was wir gratis durch Fenster sehen konnten war beeindruckend. Skulpturen in einem Raum der Alleine schon sehenswert ist.
Am Ende des Tunnes standen wir auf dem Gelände des Louvres mit den berühmten Glaspyramiden. Wer das Buch „Sakrileg“ von Dan Brown gelesen hat, kann vielleicht meine Faszination an diesem Gebäude und den Pyramiden nachvollziehen.
Das was ich da fühlte kann ich nur schwer beschreiben und hielt fest die Hand meines Mannes fest und hoffte, dass ich nicht Träume.Glaspyramide des Louvre

Wir liefen bestimmt über eine Stunde auf dem Gelände des Louvre entlang und genossen jede Sekunde unter dem strahlend, blauen Himmel. Ich genoss sehr, dass alles mit ihm erleben zu dürfen.
Da auch wir irgendwann das Bedürfnis haben zu Trinken und zu Essen, fanden wir ein kleines, süßes Café nahe Pont Neuf.
Wir bestellten uns eine Kleinigkeit und genossen das rustikale Ambiente und die Herausforderung Desserts und Getränke zu bestellen ohne wild Gestikulieren zu müssen.
Danach passierte nicht mehr viel. Weitere beeindruckende Eindrücke durch Gebäude. Dann ging es wieder nach Orly… Flughafen. Dort genehmigten wir uns noch ein typisch französisches Gebäck und ein Getränk, kauften mir einen Teddy und saßen wieder im Flugzeug.

Bye Bye Paris

Bye Bye Paris

Eine einfache Geste beendete den Tagestrip in eine Stadt die mir nun mehr bedeutet als das meiste was ich je erlebt habe.
Wieder im Flugzeug sitzend war mir noch nicht bewusst, dass dieser Tag dem Ende entgegen ging.
Ich bestellt mir ein (Für ein Flugzeug-Essen durchaus schmackhaftes) Sandwich, einen Kakao und zwei Teddy’s der Fluglinie (Ja ich bin Sammler von Teddys).
Als ich spürte, dass wir zur Landung ansetzten wurde mir langsam bewusst, es ist gleich vorbei.
Tiefer. Nur noch wenige Sekunden.
Der Ruck der einem signalisiert, dass man gelandet ist. Mir kamen die Tränen. Ich musste wirklich weinen. Mir tat es weh, dass das schönste was ich erlebt habe so schnell zu Ende ging.

Auch jetzt, wo ich diesen Artikel beende, schießen mir wieder die Tränen in die Augen.
Viel habe ich nicht mehr zu sagen. Nur noch ein Paar worte an die Personen, die es mir ermöglicht haben das zu Erleben.

Danke an unseren besten freund der Chauffuer gespielt hat.
Und mein größter Dank geht an Dich:

 

mein Mann. Ich liebe Dich über alles und ich kann nicht in Worte fassen, wie glücklich Du mich mit diesen Tagestrip gemacht hast. Du hast mir einen Wunsch erfüllt, den ich so lange mit mir rumgetragen habe. Du hast es ermöglicht, dass ich was sehe, was ich noch nie gesehen habe. Du hast mir so viel gegeben. Und nicht nur an diesem Tag. Ich freue mich auf den Tag, an dem wir uns das Ja-Wort geben und ich zeigen kann, dass Du mich zum glücklichsten Menschen auf dieser Welt machst. Und das jeden Tag auf’s neue.

ANMERKUNG: leider besteht diese Verbindung nicht mehr. Dennoch möchte ich diese Erinnerungen hier bewahren

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Nachtrag: Diese Beziehung, welche zu dem Zeitpunkt geführt wurde, besteht nicht mehr. Ich wünsche diesem Menschen trotzdem alles Gute.

One thought on “(Paris) Mein erstes mal

  1. Ich habe euch beiden das soooo gegönnt und danke, dass man an dem Erlebnis durch Deinen Bericht teilhaben und echt mitfühlen kann.

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