Warnung: Dieser Blog könnte verstörend wirken und / oder Deine Sicht auf meine Person stark ändern. Bevor Du jedoch über mich urteilst, lies Dir bitte jede Zeile durch und stell mir gerne in den Kommentaren, oder sollten wir uns auf anderem Wege kennen auch woanders, Fragen und gib mir die Chance Dir zu vermitteln, wie ich mich dabei fühle. Aber nun soll es auch losgehen.

Manchmal braucht es sehr lange im Leben, bis man einen „Platz“ findet, an dem man sich wohlfühlt. An dem man abschalten und so sein kann, wie man will. In meinem Fall hat es 29 Jahre…. genau genommen 31 Jahre gedauert, dies zu erreichen.

Vor einigen Jahren habe ich ein Interesse für die sogenannte Furry-Szene entwickelt, jedoch nicht richtig rein gefunden. Sie ist zwar an sich ganz niedlich, mir aber persönlich zu süß war. Über die Szene bin ich in die PetPlay-Szene gerutscht, welche durchaus mehr mein Interesse an sich gerissen hat und mich sogar ein wenig eingefangen hatte.
Immer mehr informierte ich mich und wurde sprichwörtlich an die Leine genommen und das WWW hat mich durch diese Welt geführt. Von einfachen PetPlays, Bis hin zu dem sexuellen Bereich. Beides war anregend für mich. Jedoch verlor ich das Thema, aufgrund mangelnden Interesses im Umfeld und auch aufgrund der Angst, dass es auf Unverständnis stößt, komplett aus den Augen… Bis…..

Mai 2017 als ich ein Buch innerhalb von elf Tagen niedergeschrieben habe. 150 Din A 4 Seiten. Ein Buch voller Sex, Gewalt und Tragik. Ich reichte das Buch bei meiner Lektorin ein und wir redeten darüber, wie wir es veröffentlichen wollen.
Grundsätzlich schäme ich mich nicht für das, was ich verfasse. Dennoch wurde mir geraten, es unter einem Pseudonym zu veröffentlichen. Der Rat war auch durchaus sinnvoll. Also kreierte ich eine Figur. Einen Hund mit Maske, Halstuch und Armband. Der Hund an sich war binnen eines Tages fertig geplant. Inklusive vollständigem Namen:

Gerry Maynor

Ich dachte mir nichts dabei, dass es so schnell ging und vor allem, warum ich mir so viel Mühe mit dem Charakter gegeben habe. Seine Art war recht genau spezifiziert. Er war Dominant, verspielt und immer für Spaß (im non-sexuellen Sinne) zu haben. Und am ende… Ja am Ende wurde er unheimlich hübsch. Er wurde fast genauso, wie ich sein wollte. Nur etwas eleganter.

Die Zeit verging und ich verbrachte mehr Zeit mit dem Schreiben von Gerrys Romanen, als mit mir selbst. Ich merkte das gar nicht so richtig und es ist auch keinem direkt aufgefallen. Inzwischen hat er zwei Romane fertig und zwei angefangene. Aber ich schweife ab.

Die Zeit verstrich weiter und ich erreichte das Ende von 2017. Nach einer Trennung und vielen anderen Kleinigkeiten die mich beschäftigten, habe ich mich auf einen Mann eingelassen und ein Erlebnis gehabt, welches mir die Augen geöffnet hatte. Ich erspare euch natürlich Details aber … Es war, als wurde ein Schalter umgelegt.

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich das Gefühl des Freiseins gehabt. Ich habe weder an etwas gedacht, noch mir über irgendetwas Sorgen gemacht. Mein Kopf war komplett weg und ich bin in die Rolle von Gerry gefallen. Ich habe mich beim Knurren, Winseln und sogar Bellen erwischt. Und das war von diesem Mann alles andere als beabsichtigt. Er hatte sogar etwas Angst vor mir. Es tut mir leid.

Nachdem wir fertig waren, war ich mit meiner Grundsituation überfordert. Es war wieder laut in meinem Kopf. Sehr laut. Und ein Gedanke jagte den Nächsten. Das war Okay. Mir hatte nur die Ordnung gefehlt.
Als ich wieder zu Hause war, ging alles seinen gewohnten Gang. Und doch war immer dieses kleine Bellen im Hinterkopf und die Freiheit im Herzen, die immer wieder an mir genagt hatte. Es hat mich dazu getrieben, dass ich nur noch das Thema im Kopf hatte und als ich einfach aus Spaß neue Fotos gemacht habe, hatte ich das gleiche Gefühl. Freiheit. Wohlfühlen. Und es begann mir unheimlich Spaß zu machen, in diese Rolle zu schlüpfen.

Ich gestaltete Datingprofile um, fügte mich in Gruppen ein, welche das Thema behandeln und fand auf Youtube den lieben Nebaka, der unheimlich informativ ist, und auch ein total hübscher Wuffel ist, auch wenn ich nicht mit allem Konform gehen würde. Aber das muss auch nicht sein. Ich schreibe seit einigen Tagen mit ihm und würde am liebsten einmal mit ihm Spielen. Oder auch „Wuffeln“ wie er das so schön nennt. Und eines Nachts kam eine Art Zusammenbruch. Die letzten Jahre rauschten an mir vorbei und besonders die Augenblicke, in denen ich mich mit dem Thema „Gerry Maynor“ und PetPlay beschäftigt habe, wurden genau durchanalysiert.

Mir wurde schlagartig bewusst, dass Gerry niemals als Autor geplant war. Ich hätte die Bücher, auch wenn sie grenzwertig Pervers sind, mit meinem Namen veröffentlicht. Aber in mir hat etwas ihn erschaffen. Der „Doggy“ der ich sein möchte. Oder zumindest annähernd.

Ich klingelte einen meiner besten Freunde aus dem Bett und fing beim Gespräch an zu heulen, dass es mir scheiße geht und was mir alles bewusst wurde. Er hatte irgendwie mit so etwas gerechnet. Und er hat mich aufgebaut und war für mich da. Bis noch tiefer in die Nacht. Danke Dir für alles.

Warum ich das tu?

Ich habe so langsam die Schnauze (höhö) voll. Es macht mich fertig, dass ich nicht auf meine Instinkte, sondern auf unsere Konventionalität höre. Ich Probiere zu selten Dinge, die mich interessieren. Immer denke ich: „Das kannst Du nicht machen. Die anderen werden Dich für komisch halten oder dich wegstoßen“. Und gerade das „für komisch halten“ war mit dem Eintreffen der Maske, nicht gerade selten, was mich wieder von der Thematik entfernt hat.

Als der Ausbruch kam, wurde mir so vieles klar und bewusst. Ich fühlte mich losgelöst, von dem Gedanken, mich allem anzupassen. Der Gesellschaft zu entsprechen. Immer wieder habe ich darüber geschrieben und gebloggt, dass man sein Ding durchziehen soll. Doch selbst habe ich mich ausgebremst.
Mir wurde auch bewusst, dass mein Leben einfach zu kostbar und kurz ist, um immer Rücksicht darauf zu nehmen, was andere von mir denken könnten. Ja ich stehe drauf zu bellen, knurren und zu winseln. Auch auf allen Vieren zu gehen (aber auch nur auf zwei Beinen).
Und ehrlich gesagt, geht es mir am Hinterteil vorbei, was man jetzt über mich denkt und ob man mich jetzt dafür komisch anschaut oder verurteilt.
Gerry war nie dazu gedacht, mich vor dem was ich tu zu verstecken. Er war dafür gedacht, mir eine Freiheit zu schenken, die viele Menschen beim Zocken, Lesen oder im Urlaub fühlen. Das Fühle ich als Hund.

Ich bin Stefan.
Ich bin aber auch Gerry.
Ich bin ein PetPlayer.

 

Vielen Dank für Deine / Eure Aufmerksamkeit. Ein Pfötchen noch für euch und auf der Seite von Gerry wird es eine Bildergalerie vom ersten Spielen geben.

P.S.:
Dieser Blog erscheint unter:
www.sinnesbolognese.de
www.gerry-maynor.de

P.P.S.: Ach und die Kontaktlinsen schmeiß ich jetzt weg. Die sind Scheiße und ich kann Kontaktlinsen nicht ausstehen. *Wruff*

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