Vor mir stehen immer noch Saldir und Ridlas und ich versuche, dass eben gesagte zu verarbeiten. Mondsucher? Ich frage mich was das sein soll. Mein Blick wandert zu Saldir, die sich wieder an die stelle setzt, wo ich die Blume zertrat. Ridlas schaute ihr grinsend hinterher.
Das Plätschern des kleinen, goldenen Teiches, beruhigt mich etwas, hilft mir jedoch nicht, einen klaren Gedanken zu fassen, was das Ganze nicht sonderlich einfacher macht. „Wann muss ich den Mondsucher bestimmen?“ frage ich verunsichert. „Bevor ich es tu!“ ertönt hinter mir eine weibliche aber feste Stimme. Ich drehe mich um und schaue in ein bleiches Gesicht. „Wer bist du?“ frage ich. „Das tut nichts zu Sache. Du hast das Vorrecht dich zu Entscheiden, allerdings nur so lang, bis der Teich sich schwarz färbt.“ antwortet sie und schaut zum Teich. Ich folge ihrem Blick und bemerke, dass der Teich beginnt seinen Glanz zu verlieren. „Wer bist du?“ frage ich nun gereizter. „Mein Name ist Chandra.“ antwortet sie. Ich schaue mich um. Ridlas schaute dem Teich zu, wie dieser sich verändert.
„Es ist soweit.“ brummelte Ridlas in sich hinein. Saldir steht auf und schaut Kuu eindringlich an. „Entscheide dich schnell. Deiner Großmutter zuliebe!“ bittet sie mich. Ich hob das Medaillon in meine Handfläche und denke an Oma Linnea. Ich soll mich entscheiden. Und das jetzt?
Mein Blick wandert wieder hinüber zum Teich, der immer dunkler wurde. Ein sehr düsteres Grinsen zeichnet sich auf Chandras‘ Gesicht ab. Ridlas hüpft freudig auf und hab und deutet dabei auf den Teich, der langsam eine tiefschwarze Färbung annimmt. Ich begebe mich auf Saldir zu, die immer noch auf den Boden kauert. Ich knie mich nieder und biete Saldir meine Hand an. „Willst du meine Mondsucherin sein?“
In dem Moment, wo ich meine Frage beende, tauchen zwei silberne Strahlen aus dem Teich auf. Einer der Strahlen kommt auf mich zu und ein Ende davon, scheint sich in meine Brust zu bohren, jedoch spüre ich nichts. Das andere Ende, sucht sich den Weg zu Saldir ihre Brust. Ich fühle tiefe Trauer. Ist das die Trauer die Saldir wegen der Blume empfindet?
Im Augenwinkel erkenne ich, dass der andere Strahl, Ridlas und Chandra miteinander verbindet und ihre Präsenz ruft in mir innere Unruhe hervor. Der Teich färbt sich wieder golden, scheint jedoch weniger Wasser zu tragen. „Was ist mit dem Teich passiert?“ frage ich. Ridlas kommt auf mich zu und grinst dabei spöttisch. „Ist er Leer, ist deine Reise vorbei!“ sagt er und geht zu Chandra zurück. „Denk daran. Wer das Mondkind zuerst findet…“ sagt sie und bricht ab. Chandra und Ridlas kehren uns den Rücken zu und wir sind nach wenigen Augenblicken allein.
Saldir schaut mich mit traurigem Blick an. „Es gibt da etwas, was du noch wissen solltest.“

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